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Diagnose Krebs: Ein Patient kommt selten allein

Die Diagnose Krebs verändert nicht nur ganz entscheidend das Leben des betroffenen Patienten sondern auch das der Angehörigen. Berührungsängste, Unsicherheiten, Sorgen und Machtlosigkeit sind oft Ausschlag dafür, dass sich der Betroffene alleingelassen fühlt.

Meykel Wolf hat im September 2009 zusammen mit ihren Kolleginnen, Claudia Bienecke und Jana Schäfer aus dem HELIOS Klinikum Bad Saarow den Weiterbildungskurs zur Staatlich anerkannten Pflegekraft in der Onkologie mit "Sehr gut" absolviert. In ihrer Projektarbeit widmeten sie sich dem Thema "Ein Patient kommt selten allein - Integration Angehöriger in der onkologischen Pflege und Begleitung".

Die drei Krankenschwestern haben ein Konzept entwickelt, das in allen Fachabteilungen umgesetzt werden kann. "Es ist sehr wichtig und sollte selbstverständlich sein, dass wir auch die Angehörigen der Tumorpatienten aktiv mit betreuen und begleiten, sie in unsere Behandlungsabläufe mit einbeziehen und ihnen ehrlich gegenübertreten". erläutert die onkologische Fachschwester Meykel Wolf.

"Auf unserer 40-Betten-Station mit einem täglichen Durchlauf von zehn bis fünfzehn Patienten ist das nicht immer einfach umzusetzen" ergänzt sie am eigenen Beispiel. "Mit der Einrichtung einer zusätzlichen Sprechstunde für Angehörige haben wir mit der Umsetzung unseres Projekts bereits begonnen". Weiterhin wollen wir im gesamten Klinikum Mitarbeiter des Pflegedienstes für unser Projekt gewinnen und Arbeitsgruppen bilden. Den drei onkologischen Fachschwestern schwebt zudem vor, dass es zukünftig auf allen Stationen einen Begleiter für Tumorpatienten und deren Angehörigen - ähnlich einer Breast-Nurse - gibt.

Für Herrn Hans K. ist es wichtig, seine Frau Ingeborg zu jedem Chemotherapie-Termin in die Klinik für Urologie zu begleiten. "Hier werde ich über alle Behandlungsschritte genau informiert" meint er. Blasenkrebs lautete im Herbst 2009 die Diagnose von Ingeborg P. Für die 75jährige brach eine Welt zusammen, als ihr ein künstlicher Blasenausgang gelegt wurde. "Gerade während dieser Zeit haben uns die Gespräche mit den Schwestern und Ärzten viel Kraft und Zuversicht gegeben" sagt Hans K. und meint abschließend: "Wir wollen gemeinsam mit optimistischen Gedanken und dem Vertrauen auf die Therapie die Krankheit überwinden".


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© HELIOS Kliniken GmbH über ddp-direkt / Veröffentlicht am 11.05.2010