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Ausstieg aus dem blauen Dunst

Das Rauchen ist mehr als nur ein Laster, es macht auch krank. Denn Tabakrauch enthält eine Vielzahl von Schadstoffen. Und so kann Rauchen Schlaganfälle, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs verursachen. Die Politik hat nun dem Rauchen den Kampf angesagt. So wird der blaue Dunst aus öffentlichen Gebäuden, Restaurants und Kneipen verbannt. Zeit einmal darüber nachzudenken, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn es nur nicht so schwer wäre - da könnte ein Raucherentwöhnungskurs weiterhelfen.

Wer sich entschlossen hat an einem Raucherentwöhnungskurs teilzunehmen, der hat schon einmal den wichtigsten Schritt zu einem rauchfreien Leben getan. In zehn Wochen folgt nun nach und nach der Abschied von der Zigarette. Doch das spielt am ersten Tag noch keine Rolle, so Kursleiter Bernd Neumann: "Zunächst einmal geht es gar nicht ums Reduzieren der Zigaretten, sondern es geht darum das Rauchverhalten bewusst wahrzunehmen. Viele Raucher kennen das Problem, dass sie eine Zigarette im Mund haben und wissen gar nicht, wie ist sie dahin gekommen, rauchen unbewusst. Und hier geht es darum, zunächst einmal bewusst zu machen, was ist mein persönliches Rauchverhalten."

In den ersten Kurstagen wird zunächst einmal der Zigarettenkonsum schrittweise reduziert. Das ist wichtig, um Entzugserscheinungen zu vermindern. Dies geschieht individuell für jeden Teilnehmer, denn jeder hat eine andere Vorgeschichte. Dieser Teil des Kurses dauert in der Regel rund drei Wochen und anschließend entsteht eine völlig neue Situation für den Raucher: "Die Raucher lernen, mit ihrem neu erworbenen Verhalten des Nichtrauchens umzugehen. Sie werden also damit nicht sofort in ihrem Alltag alleingelassen, sondern wenn bestimmte Rückfälle vielleicht mal passieren, besteht die Möglichkeit, das noch innerhalb der Gruppe aufzufangen, auszubügeln und eben zu stabilisieren."

Die Raucherentwöhnungskurse sind recht erfolgreich. Langzeituntersuchungen haben ergeben, dass schon während des Kurses 85 Prozent der Teilnehmer mit dem Rauchen aufhören. Und nach drei Jahren sind es immer noch über 50 Prozent, die nicht mehr zur   Zigarette greifen. Wer nun an einem solchen Kurs teilnehmen möchte, sollte sich aber über eines bewusst sein, so Neumann: "Sie sollten nach Möglichkeit nicht mit der Vorstellung kommen, dass ich ihnen das Rauchen abgewöhnen kann, das kann ich nämlich nicht. Niemand kann ihnen das Rauchen abgewöhnen, das müssen sie selber tun. Was ich tun kann, ist ihnen ein bewährtes Werkzeug vorzustellen. Ihnen zu zeigen, wie sie es schaffen können. Die Arbeit leisten sie selbst, sie müssen bedenken, wir treffen uns einmal in der Woche. In der Regel für anderthalb Stunden, den Rest der Woche sind sie alleine."

Nikotinpflaster oder Kaugummi können in den ersten Tagen eine sinnvolle Ergänzung sein, sie sollten aber wieder rechtzeitig abgesetzt werden. Viel wichtiger ist für den werdenden Nichtraucher die Unterstützung durch die Familie, Freunde oder Kollegen. Aber auch die Gruppe der Kursteilnehmer kann helfen sich das Rauchen abzugewöhnen: "Wenn ich zum Beispiel sehe, dass die anderen die gleichen Probleme haben wie ich. Ich muss mich gar nicht ausschimpfen wie willensschwach ich bin, wie charakterschwach, sondern ich sehe, die anderen haben genau die gleichen Probleme - und nicht vergessen darf man den Aspekt der Konkurrenz, wenn der das schafft, dann werde ich das auch schaffen."

Nach zehn Wochen haben sich die meisten Teilnehmer das Rauchen abgewöhnt - und viele sind über den Erfolg erstaunt: "Immer wieder höre ich von Leuten, ja wenn ich gewusst hätte, wie einfach das ist, dann hätte ich es schon viel eher getan.". Wer nun seine letzte Zigarette ausdrücken möchte - einige Krankenkassen zahlen auch Zuschüsse zu Raucherentwöhnungskurse: Versicherte der BIG erhalten zum Beispiel 90 Euro. Dort erfahren sie dann auch, wo ein entsprechender Kurs in ihrer Nähe stattfindet.


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© BIG Direktkrankenkasse / (ots) news aktuell GmbH / Veröffentlicht am 04.03.2008