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Diabetiker müssen sich an neue Richtwerte gewöhnen

Für Menschen, die an Diabetes leiden, gehört die Messung des Blutzuckerspiegels zur täglichen Routine. Doch sind diese Werte nur eine Momentaufnahme. Für eine längerfristige Bewertung der Blutzuckersituation spielt hingegen der sogenannte HBA1c-Wert eine wesentlich wichtigere Rolle. Er gibt dem Arzt Aufschluss darüber, wie gut der Patient seinen Blutzucker über 8 bis 12 Wochen eingestellt hat.

Bislang wurde der HbA1c-Wert in Prozent angegeben. 6,5 Prozent oder weniger galten als gut, 8,5 Prozent oder mehr als schlecht. Jetzt aber müssen sich sowohl Patienten als auch Ärzte auf neue und ungewohnte Maßeinheiten umstellen. Ursache für die Änderung ist, dass zukünftig der HbA1c-Wert exakter bestimmt werden soll. Gleichzeitig sollen die Messungen international den gleichen Standards genügen und weltweit zwischen verschiedenen Labors besser vergleichbar sein. Konkret bedeutet dies für Diabetiker, dass sie sich nun allmählich an die neue Maßeinheit Millimol pro Mol (mmol/mol) und an gänzlich neue Richtwerte gewöhnen müssen. Ein HbA1c-Messwert zwischen 20 und 42 mmol/mol gibt dann einen normalen, gesunden Blutzuckerspiegel an, wobei 42 mmol/mol den früheren 6 Prozent gleichkommen. Wird beispielsweise ein HbA1c von 58 mmol/mol gemessen, so entspricht das 7,5 Prozent.

Um den Betroffenen die Eingewöhnung zu erleichtern, sollen bis zum endgültigen und verbindlichen Umstellungs-Stichtag zum 31. März 2010 zunächst übergangsweise immer beide Maßeinheiten, in % und mmol/mol, angegeben werden. Wer schon einmal üben und seinen HbA1c-Wert selbst umrechnen möchte, der kann dies mit folgender Formel tun:

HbA1c (mmol/mol) = (% HbA1c – 2,15) x 10,929

Wem dies zu kompliziert ist, der findet im Internet auf der Homepage des Deutschen Grünen Kreuzes www.dgk.de einen OnlineUmrechner von der alten auf die neue Maßeinheit.



© Deutsches Grüne Kreuz e. V. (DGK) / Veröffentlicht am 15.05.2009