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Risikocheck für Babys verbessert

Mit Hilfe einer bisher einzigartigen Datenbank der Universität Jena können Eltern mehr Gewissheit über das Risiko ihres Kindes erhalten als je zuvor. Wurde bei einer Fruchtwasseruntersuchung festgestellt, dass beim Ungeborenen eine genetische Veränderung vorliegt, kann sie mit Hilfe dieser Datenbank und eines kleinen "Markerchromosoms" genauer bestimmt werden.

"Wir können keine absolute Sicherheit geben, aber Eltern erhalten mehr Informationen" erklärt PD Dr. Thomas Liehr, Biologe und Leiter der Arbeitsgruppe molekulare Zytogenetik an der Universität Jena, im Apothekenmagazin "Baby und Familie". Auf Basis dieser Informationen können Eltern dann besser entscheiden, ob die Schwangerschaft fortgesetzt werden soll. Noch vor wenigen Jahren konnten Genetiker meist nur das Risiko pauschal mit 70:30 für eine mögliche Behinderung beziffern. Liehr listet den Eltern nun auf, wie viele vergleichbare Fälle es weltweit schon gegeben hat und wie oft Babys dann tatsächlich krank oder behindert waren. "Das ist viel fundierter, als die alte 70:30-Verteilung", betont er. "Die deutschen Labore kennen uns mittlerweile und schicken uns schwierige Fälle." Aber auch verunsicherte Eltern selbst können sich an sein Labor wenden. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Untersuchung.

Das Apothekenmagazin "Baby und Familie" 8/2008 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.


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© Wort & Bild Verlag GmbH & Co KG. / (ots) news aktuell GmbH / Veröffentlicht am 26.08.2008