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Was macht uns graue Haare?

Der eine bekommt sie früher, der andere später, der Dritte, wenn er sich ständig ärgern muss: graue Haare. Deutsche Biophysiker der Universität Mainz haben nun gemeinsam mit Dermatologen der University of Bradford in Großbritannien das Rätsel gelöst, warum Haare im Alter grau werden: Je älter ein Mensch wird, desto mehr Wasserstoffperoxid bildet sich in den Haaren. Es verhindert mehr und mehr die Bildung des Farbpigments Melanin und sorgt letztlich damit für graue Haare.

Wasserstoffperoxid, das im Alltag als Bleichmittel eingesetzt wird, entsteht beim Stoffwechsel überall im Körper. Wenn der Mensch noch jung ist, wird der Stoff im Körper wieder abgebaut, mit zunehmendem Alter allerdings ist der Körper damit überfordert: Das Enzym Katalase, das Wasserstoffperoxid normalerweise neutralisiert, kommt in den Zellen nur noch in sehr geringer Konzentration vor - mit der Konsequenz, dass das Wasserstoffperoxid das Enzym Tyrosinase angreift und dabei einen bestimmten Baustein oxidiert, nämlich die Aminosäure Methionin. Diese ist aber Bestandteil des Melanins. Wir ergrauen also eigentlich nicht, sondern wir oxidieren - und das langsam, aber stetig.
 
Quelle:  "The FASEB Journal" (23.02.2009; DOI: 10.1096/fj.08-125435).


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© Deutsches Grüne Kreuz e. V. (DGK) / Veröffentlicht am 15.05.2009