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Viele Männer stehen unter Leistungsdruck

Erfolg im Job, ein glückliches Familienleben, gesellschaftliche Anerkennung: Viele Männer setzen sich gewaltig unter Leistungsdruck. "Männer sind insgesamt leistungsbezogener als Frauen. Das birgt die Gefahr, dass sie sich übernehmen und auspowern", weiß Dr. Bernhard Egger, Psychotherapeut und Leiter des Stabsbereichs Medizin beim AOK-Bundesverband. Sein Tipp: "Sorgen Sie gezielt für Ausgleich und gönnen Sie sich zwischendurch Pausen zur Entspannung." Wege aus der "Stressfalle" zeigt auch das AOK-Trainingsprogramm "Stress im Griff" im Internet auf.

Sich überschneidende Termine, nörgelnde Kunden, Ärger mit dem Chef und wieder keine Zeit für die Familie - Leistungsdruck und Hektik lassen sich im Arbeitsleben nicht immer vermeiden. Zu viel Arbeit, Lärm, fehlende Anerkennung und hohe Erwartungen an sich selbst können Stress auslösen. Aber auch Unterforderung durch monotone, anspruchslose Aufgaben ist belastend.

Stress setzt den Körper in Alarmbereitschaft und aktiviert ihn zu Hochleistungen. Gewöhnlich löst sich die Anspannung danach wieder. "Gefährlich wird es erst, wenn man sich zwischendurch nicht mehr entspannt und sich der Körper bei dauerhaften Belastungen gar nicht mehr erholen kann", warnt Egger. Dann kann Stress krank machen - vor allem, wenn er über Monate und Jahre andauert. Die Leistungen fallen dadurch langfristig ab. Alarmzeichen für dauerhafte Überlastung sind leichte Erregbarkeit, Nervosität, Konzentrationsschwächen, nicht abschalten können, Müdigkeit und Erschöpfungszustände.

Stress ist "Kopfsache"

Stress beginnt im Kopf: Wer Dinge gelassen sieht, ist Belastungen eher gewachsen als jemand, der immer alles perfekt machen will und lange über Probleme grübelt. "Denken Sie deshalb positiv und nehmen Sie verstärkt auch die angenehmen Seiten einer Sache wahr, nicht nur die unangenehmen", rät Egger. "Machen Sie sich außerdem Erfolge auch in schwierigen Situationen bewusst. So steigt Ihr Selbstbewusstsein, und Sie entwickeln sich persönlich weiter."

Überlastung wird oft von Ärger und Wut begleitet - zum Beispiel, wenn die eigene Arbeit kritisiert wird. Eggers Tipp: "Auch wenn es schwer fällt: Atmen Sie in solchen Situationen tief durch, bleiben Sie gelassen und fragen Sie sachlich nach. Das nimmt dem Gegenüber häufig den Wind aus den Segeln." Denn sonst besteht die Gefahr, etwas Unüberlegtes zu sagen oder zu tun, was man später bereut und was die eigene Anspannung nur noch verstärkt.

Ein gutes Zeitmanagement trägt ebenfalls dazu bei, "Stressfallen" ein Schnippchen zu schlagen. Wer Prioritäten setzt und besonders wichtige Aufgaben zuerst erledigt, verheddert sich nicht in Nebensächlichkeiten. Und statt einen riesigen Arbeitsberg vor sich her zu schieben, ist es besser, ihn in Häppchen zu zerlegen und Schritt für Schritt abzuarbeiten. Wichtig sind auch regelmäßige Pausen, um anschließend mit neuer Kraft und Konzentration weiterarbeiten zu können.

Schwimmen oder Yoga

"Übernehmen Sie Verantwortung für die eigene Zeit- und Arbeitseinteilung. Versuchen Sie, nicht nur auf Anforderungen zu reagieren, sondern aktiv und ganz gezielt zu entspannen", empfiehlt der Psychotherapeut. Möglichkeiten dazu gibt es viele, jeder hat hier ganz persönliche Präferenzen: Ein warmes Bad, ein gutes Buch, ein Hobby, Bewegung an der frischen Luft - all das kann helfen abzuschalten. Gut geeignet sind zum Beispiel Ausdauersportarten wie Schwimmen, Walken und Radfahren. Wer will, kann sein inneres Gleichgewicht auch durch Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training, Meditation oder Progressive Muskelentspannung wiederherstellen. Wichtig ist es außerdem, sich ausgewogen zu ernähren und regelmäßig Obst und Gemüse zu essen. Alkohol ist als Entspannungshilfe dagegen nicht geeignet. Um der "Stressfalle" dauerhaft entgehen zu können, bietet die AOK ihren Versicherten im Internet das Programm "Stress im Griff" an.

Unter www.aok.de/stress-im-griff füllen die Teilnehmer einen Fragebogen aus. Sier erhalten dann per E-Mail einen persönlichen Beratungsbrief und ihr individuelles Vier-Wochen-Trainingsprogramm mit praktischen Lösungen für den Alltag. "Stress im Griff" ist Teil der AOK-Kampagne "Alles in Balance".


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© AOK-Bundesverband / Veröffentlicht am 20.12.2007